Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

Kanurennsport

Kanurennsport

Beim Kanurennsport muss eine festgelegte Strecke auf einem geraden Gewässer so schnell wie möglich mit einem Kanu zurückgelegt werden. 

Der Kanurennsport ist die wichtigste Wettkampfdisziplin des Kanusports und seit vielen Jahren die erfolgreichste olympische Sportart Deutschlands. Im internationalen Vergleich gehört Deutschland zu den Top-Vier-Nationen.


Wettkämpfe im Kanurennsport

Wie in anderen Bootssportarten heißen die Wettkämpfe im Kanurennsport "Regatten". Hier werden die Rennen über die Sprintstrecke (200 m), die Kurzstrecke (500 m) und die Mittelstrecke (1.000 m) auf stehendem Gewässer ausgetragen. 

Wettkämpfe bei Landes- oder Deutschen Meisterschaften bestehen in der Regel aus Vor- und Zwischenläufen, an denen je maximal neun Boote teilnehmen. Über einen Qualifikationsmodes gelangen neun Boote in den Endlauf, in dem schließlich die Platzierungen ausgefahren werden. 

In Deutschland existiert außerdem die Langstrecke (je nach Altersklasse 2.000 m oder 6.000 m), in der die Teilnehmerzahl nicht beschränkt ist. Die gemeldeten Boote starten gleichzeitig. 6.000 m-Rennen werden in der Regel im Rundkurs gefahren (Wenden bei 2.000 m und 4.000 m). Vor einer Wende versuchen die Kanuten dabei ihr Boot durch einen Sprint eine möglichst gute Position für die Einfahrt in die Wende zu erreichen, um diese so eng wie möglich durchfahren und in einer vorderen Position verlassen zu können. Hier kommt es zu spannenden Überholmanövern, durch die Langstrecken Rennen einen besonderen Reiz bekommen.

Noch längere Distanzen werden beim Kanu-Marathon zurückgelegt. Waren es früher noch 42,1 km, so sind heute "nur" noch 21 km bei den Meisterschaften zu absolvieren.


Bootsformen und Bootsklassen

Bei den Booten werden die zwei Grundformen des Kanus unterschieden: Das Kajak und der Canadier.

Im Kanurennsport existieren die Bootsklassen Einerkajak (K1), Zweierkajak (K2) und Viererkajak (K4). Kajaks sind am Heck mit einer Steuerflosse ausgerüstet, die mittels eines Seilzuges vom Schlagmann (vorne) bewegt werden kann. Kanurennsport im Kajak wird von Mädchen und Frauen sowie Jungen und Männern ausgeübt.

Die Wettkampfkajaks für den Kanurennsport sind über Höchstlänge und Mindestgewicht wie folgt definiert: 

Bootsklasse  Höchstlänge Mindestgewicht  
K1 5,20 m     12 kg K1
K2 6,50 m 18 kg K2
K4 11,00 m 30 kg K4

In den Kanu-Marathonwettkämpfen entfällt das Mindestgewicht.


Der weniger verbreitete Bootstyp im Kanurennsport ist der Candier. Er ist auf die Canoes (span. canoa: Einbaum) der Indianer zurückzuführen. Im Kanurennsport existieren die Bootsklassen Einercanadier (C1), Zweiercanadier (C2) und Vierercanadier (C4). Canadier werden kniend mit einem Stechpaddel einseitig vorwärts bewegt. Canadierfahrer müssen ohne eine Steueranlage auskommen und ihr Boot mittels spezieller Steuerschläge auf Kurs halten. Eine Besonderheit in Deutschland ist der Achtercanadier (C8). Hier wird das Boot von einem Steuermann (hinten) mittels Steuerpaddel gesteuert. Kanurennsport im Canadier wurde im Gegensatz zu den Kajakklassen bis vor kurzem ausschließlich ausschließlich von Jungen und Männern ausgeübt. Erst seit einiger Zeit dürfen auch Mädchen und Frauen diesen Sport im Wettkampf betreiben.

Der Kanu- und Ski-Club Lünen e.V. betreibt Kanurennsport nur in den Kajakklassen weshalb hier auf Canadier nicht weiter eingegangen werden soll. 

Doppelpaddel

Ein Doppelpaddel besteht aus dem Schaft und zwei zueinander rechts- bzw. linksseitig verdrehten Blättern. Die Paddellänge richtet sich nach der Körpergröße des Sportlers.

Im Kanurennsport werden so genannte Wing-Paddel verwendet. Je nach Evolutionsstufe und Hersteller werden sie auch als Rasmussen-, Drop- oder Warpblätter bezeichnet.

 

Quelle:
http://www.kanu-connection.de

 

 

 

 

Im Gegensatz zu den früheren Flachpaddeln sind die Blätter wie eine Tragfläche gewölbt. Die Grundbewegung des Paddels ist nicht nur nach hinten, sondern besonders zur Seite. Dadurch wird der Tragflächeneffekt des Paddels wirksam und verringert den Schlupf des Paddels während man sich mit dem Boot an dem näherungsweise im Wasser stehenden Paddel vorbeizieht. Das Blatt ist zusätzlich in sich mehr oder weniger stark schraubenförmig verdreht, um die Halteposition im Wasser verbessert.